Zum Inhalt springen

Projekte

Aktuelle Seminare

Hier findet Ihr Infos zu unseren aktuellen Projekten. Für manche suchen wir gerade Teilnehmende

What’s masc? (2.-9.5.22 in Berlin, Deutschland)

Viele der Männlichkeiten, die wir im Alltag sehen, sind schädlich – Geschichten von Gewalt, Aggression, übersteigertem Wettbewerb und sexueller Übergriffigkeit. Wir sehen auch hauptsächlich heterosexuelle und cis-Männlichkeiten. Queere Menschen entsprechen durch ihre Sexualität oder Geschlechtsidentität oft nicht diesen Erwartungen. Unterdrückende Männlichkeitskonzepte und Sexismus sind jedoch auch in LGBTIQA+-Räumen präsent.
Mit diesem Jugendaustausch bringen wir 26 junge LGBTIQA+ Menschen aus Europa in Berlin für eine Woche voller Reflexion, Austausch und Empowerment zusammen. Wir laden dich ein, deine eigenen Erfahrungen mit Männlichkeit als queere Person zu teilen und Ansätze zu Männlichkeit zu entwickeln, die Empathie und Solidarität jenseits von Geschlechtergrenzen ermöglichen. Dazu beschäftigen wir zum Beispiel mit Feminismus und Antidiskriminierung und probieren uns an Drag.

Hier findest du mehr Infos und kannst dich gleich anmelden.

Detox your project (22.05.-28.05.22 nahe Madrid, Spanien)

Männer, die in Gruppendiskussionen viel und laut reden, aber wenig Sorgearbeit drumherum übernehmen? Oder die sexistische Witze machen und generell mehr Raum einnehmen als FLINTA-Personen? In Jugendprojekten und Seminaren werden Teilnehmerinnen und Trainerinnen immer wieder mit solchen herausfordernden Situationen konfrontiert. Mit „Detox your project“ wollen wir das Problem angehen und Multiplikatoren befähigen, mit toxischer Männlichkeit in ihren Projekten umzugehen. Das internationale Seminar findet vom 22.-28.Mai 2022 in der Nähe von Madrid statt.

Hier findest du mehr Infos und kannst dich anmelden.

The Gender Effect (10.-16.4.4.22 in Rom)

In vielen Projekten sind wir immer noch mit einer sexistischen Arbeitsteilung, sexueller Belästigung, sexistischen und queerphobischen Witzen oder manchmal auch einfach mit einem Mangel an Bewusstsein für geschlechtsspezifische und LGBTQIA-bezogene Themen konfrontiert. In diesem Seminar wollen wir erarbeiten, wie wir darauf reagieren können und sicherere Räume schaffen können.

Be your country (Dezember 2021)

Unter „kulturellem Austausch“ wird in der Freiwilligenarbeit oft Austausch von Menschen verschiedener Nationalitäten verstanden. Häufig fehlt das Verständnis für kulturelle Nuancen, die über die Nationalstaaten hinausgehen (Klasse, Geschlecht, Alter, Stadt/Land, sexuelle Orientierung, Subkulturen usw.). In diesem Seminar schaffen wir einen Raum für Jugendbetreuer*innen und Mitarbeiter*innen von Freiwilligenorganisationen , um kritisch über eigene Praktiken der Kulturalisierung in nicht-formalen Bildungsprogrammen, Energizer, Unterstützungs- und Schulungsstrukturen und Freizeitaktivitäten nachzudenken. Das Seminar beruht auf Techniken und Ansätzen aus den Bereichen Antidiskriminierung, Antirassismus und kritisches weißsein.

Covid19 – Lessons learned (November 2021)

Die COVID-19-Pandemie stellt internationale Freiwilligenarbeit vor große Herausforderungen. Reisen und physische Treffen sind nur eingeschränkt möglich. Und die Welt befindet sich in einer Gesundheitskrise mit enormen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Folgen. Junge Menschen mit geringeren Teilhabemöglichkeiten sind von dieser Krise besonders betroffen: durch das Gesundheitsrisiko bei chronischen Krankheiten; durch den Verlust von Arbeitsplätzen; wenn Familien von LGBT*-Jugendlichen ihre Identität nicht akzeptieren; oder weil zuhause wenig Platz ist und andere Orte wegfallen. Gleichzeitig waren die Reaktionen auf die Krise, insbesondere innerhalb der EU, sehr national geprägt. Internationale Freiwilligenarbeit und Jugendaustausch wurden dadurch zeitweise unmöglich. Viele Organisationen haben deshalb andere Ansätze, wie Online-Projekte und lokale Aktionen ausprobiert. Beim Seminar betrachten wir die Folgen der Corona-Pandemie für marginalisierte Gruppen und tauschen Erfahrungen mit neuen Projektformen und Ideen aus.

Climate beyond Classism (September 2021)

Menschen aus der Arbeiter*innen-Klasse und mit wenig Geld sind in der Klimabewegung stark unterrepräsentiert. Die Klimabewegung in Europa wird überwiegend von Menschen geführt wird, die meist aus der Mittelschicht kommen, weiß sind und eine Hochschulausbildung haben. Dabei sind arme Menschen und Personen aus der Arbeiterklasse am meisten von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen – sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft und sowohl global als auch national. Hier zeigt sich Klassismus, also die Diskriminierung entlang sozialer Klasse. Wie können wir die Bewegungen für soziale und Klimagerechtigkeit stärker zusammenbringen? Was sind die Gründe dafür, dass sich arme Menschen und Menschen aus der Arbeiterklasse in der Klimabewegung nicht wohlfühlen? Wie hängt das alles mit dem Kapitalismus zusammen? Und wie können wir diese Strukturen verändern, um inklusiver zu werden?

Tagesworkshops

Dieser Abschnitt ist noch im Aufbau

In diesem Jahr bildet den Schwerpunkt unserer Arbeit das Thema Klima und Klassismus. Hier erfahrt ihr mehr dazu, was Klassismus ist und mit welchen Fragen wir uns bei dem Thema beschäftigen.

Klassismus ist die Diskriminierung entlang von Klassenzugehörigkeit – z.B. wegen des Berufs, des Einkommens, der Ausbildung oder der sozialen Herkunft. Er hängt damit eng mit unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem zusammen.

Allerdings bezeichnet Klassismus noch mehr als nur Ausbeutung. Es geht zum Beispiel auch um die Abwertung von bestimmten Wissensformen, um den ungerechten Zugang zu Bildungsinstitutionen und Gesundheitsversorgung und um die Darstellung von armen oder erwerbslosen Menschen in den Medien.

Mit unserer Arbeit zu Klima und Klassismus bauen wir auf die Vorarbeit von vielen Betroffenen von Klassismus auf. Als Umweltgerechtigkeitsbewegung engagierten sich ab den 1990ern vor allem Schwarze Arbeiter*innen in den USA gegen die ungerechte Umweltpolitik. Denn Stadtteile mit einkommens-armer Bevölkerung waren und sind deutlich mehr giftigem Müll, verunreinigtem Wasser und ungesunder Fabrikluft ausgesetzt.

Auf diese Bewegung baute die Klimagerechtigkeitsbewegung auf. Denn auch die Klimakrise trifft Menschen je nach sozialer Position ganz unterschiedlich. Klimapolitik ist zusätzlich häufig so gestaltet, dass sie Menschen mit wenig Geld besonders hart trifft – obwohl es gerade reiche Menschen sind, die am meisten CO2 ausstoßen.

Deshalb beschäftigen wir uns bei unseren Seminaren und Workshops zu Klima und Klassismus zum Beispiel mit diesen Fragen:

  • Wie treffen ökologische Krisen Menschen je nach Klasse, Einkommen und Beruf unterschiedlich?
  • Wo verstärkt Klimapolitik soziale Ungerechtigkeit und wie könnte eine antiklassistische Klimapolitik aussehen?
  • Wie sprechen wir über Verantwortung für die Klimakrise? Und wer trägt tatsächlich am meisten zur Klimakrise bei?
  • Was sind die Gründe dafür, dass sich arme Menschen und Menschen aus der Arbeiterklasse in der Klimabewegung nicht wohlfühlen?
  • Welche Ansätze und Gruppen verbinden Umwelt- und Klimabewegung mit Antiklassismus? Wie können wir unsere eigenen Strukturen verändern?
Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen von Bergen. Es sind die Teilnehmenden des Trainings "Climate Beyond Classism"
Die Teilnehmenden des Trainings „Climate Beyond Classism“

Unsere Workshops und Seminare zu Klassimus und Klima richten sich an Gruppen aus der Klima- und Umweltbewegung, an Parteijugenden, Vereine oder Jugendverbände, die zu ökologischen Themen arbeiten oder dazu arbeiten wollen.

Unsere Basis-Workshops haben einen Umfang von mindestens 90 Minuten. Gerne arbeiten wir aber länger zum Thema und freuen uns über 3-4 Stunden mit eurer Gruppe. Außerdem bieten wir längere Seminare und Trainings zum Thema an, wie z.B. im Juni 2020 bei der BUNDjugend NRW oder im September 2020 im Rahmen des Erasmus+ Trainings „Climate Beyond Classism“ in Kooperation mit dem deutschen Zweig des Service Civil International e.V. (SCI).